Verstehen

Verständnis schafft Raum.

Verständnis kann verändern, wie wir Gefühle, Wahrnehmung, Übergänge und unsere Umgebung erleben. Wenn Zusammenhänge sichtbar werden, entsteht oft mehr Raum für das, was gerade ist und für das, was sich entwickeln darf.

Weiterführende Gedanken

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Vertiefende Gedanken zu Wahrnehmung, Übergängen, Orientierung und Beziehungen — ruhig geschrieben, zum Mitdenken.

Übergänge

Wenn Medienkonflikte mehr sind als Bildschirmzeit

Wenn Kinder sich schwer von Bildschirmen lösen können, schauen wir oft zuerst auf die Bildschirmzeit. Dahinter liegt manchmal mehr: Übergänge, Erwartungen, Reizfülle, Frustration oder ein Bedürfnis, für das gerade keine Worte da sind.

Wissenssplitter: Mehrere Gefühle können gleichzeitig da sein.

Wahrnehmen

Gefühlsvielfalt erleben

Wahrnehmung entsteht nicht nur durch das, was im Aussen sichtbar oder hörbar ist. Sie wird auch beeinflusst durch Erfahrungen, Aufmerksamkeit, Umgebung, Energie, Erwartungen und innere Verarbeitung. Gerade Kinder verbinden Wahrnehmung häufig mit Fantasie, Bildern, Erinnerungen oder inneren Bedeutungen. Deshalb kann dieselbe Situation unterschiedlich erlebt, unterschiedlich eingeordnet oder mit etwas völlig anderem verbunden werden. Geräusche, Lichtverhältnisse, Stimmungen oder Veränderungen wirken nicht auf alle gleich. Manche Eindrücke fühlen sich intensiv und kaum filterbar an. Andere werden erst spät bemerkt oder gehen in Überforderung, Erschöpfung oder hoher Reizfülle teilweise unter. Auch Erfahrungen und Prägungen beeinflussen Wahrnehmung. Wir reagieren nicht nur auf das, was gerade passiert, sondern oft auch auf frühere Erfahrungen, Erwartungen oder gelernte Anpassung. Dadurch entsteht häufig eine Spannung zwischen Innenwelt und Aussenwelt. Von aussen wirkt manches eindeutig oder leicht erklärbar, während innerlich gleichzeitig viele Eindrücke, Gedanken oder Bedeutungen verarbeitet werden. Wahrnehmung entsteht nicht für alle gleich. Nicht jede Reaktion entsteht aus derselben Wahrnehmung. Und nicht alles wird mit derselben Bedeutung wahrgenommen. Nicht alles wird gleich gesehen, gehört, gefühlt oder innerlich verbunden. Verständnis entsteht oft dort, wo unterschiedliche Wahrnehmung nicht sofort erklärt oder vereinheitlicht werden muss.